Welche Ordertypen musst du kennen? Dritter Teil: Limit Order

Hallo Insider!

dich erwartet das dritte Video unserer Reihe „Die Ordertypen“In diesem Kapitel geht es heute um eine weitere elementare Form einer Order, die du kennen musst:

 

Die Limit Order
 

Die Limit Order beseitigt eine Gefahr, die in extrem volatilen oder auch sehr illiquiden Märkten auf dich wartet. Es können in diesen Märkten immer wieder Gaps entstehen. So kann es vorkommen, dass du sehr ungünstig in den Markt genommen wirst. Hier unterstützt dich die Limit Order, einen Kursrahmen abzustecken, innerhalb dem du einsteigen möchtest.

Außerdem nutzen wir diesen Ordertyp, um eine Position beim Erreichen unseres Handelsziels zu schließen.

 
  

 


 

Hier noch einmal zum Nachlesen die wesentlichen Inhalte des Videos:

Ordertypen Teil 3: Die Limit Order

Hallo und herzlich Willkommen zum dritten Teil unserer Videoreihe zu den wichtigsten und unverzichtbaren Ordertypen im Trading. Nachdem wir im ersten Teil über die grundlegendste Order, die Market Order gesprochen haben war im zweiten Teil die Stop Order das Thema. (Die Links zu den Videos findest du unten in der Beschreibung.)

Zur Erinnerung:

  1. Die Market Order ist die grundlegendste Order. Jede Order, die ohne jeglichen Zusatz an deinen Broker übermittelt wird, wird als Market Order aufgenommen. Eine Market Order wird immer sofort, zum nächsten Preis ausgeführt.
  2. Willst du einen Preis festlegen, zu dem die Order ausgeführt werden soll, wählst du die Stop Order. Bei der Limit Order, die meist mit dem Zusatz STP erstellt wird, legst du einen Preis fest, zu dem die Order auszuführen ist. Wird diese Preis-Schwelle überschritten, wandelt sich die Stop Order in eine Market Order um und wird dann – wie eine Market Order – zum nächsten entstehenden Preis ausgeführt.

Noch einmal zurück zur Stop Order

Der Vorteil der Stop Order ist klar: während du bei der Market Order sicher sein kannst, dass sie 100%ig ausgeführt wird, aber nicht, zu welchem Preis, kannst du bei der Stop Order eine Preisschwelle festlegen und damit deinem Broker klarmachen, dass du nicht ungünstiger als zu dieser festgelegten Preisgrenze ausgeführt wirst. Das Ganze noch mal an einem Beispiel erläutert:

Ein Future befindet sich in einem stabilen Aufwärtstrend. Er korrigiert – und zum Zeitpunkt X bist du der Meinung, die Korrektur wäre beendet. Du möchtest Long in den Markt eintreten.

Doch es bleibt die Ungewissheit: ist die Korrektur wirklich beendet und der Kurs setzt seinen Aufwärtstrend fort (Linie ① ) oder …

Warum Stop Order

… liegt keine Korrektur sondern eine Trendwende vor und der Kurs orientiert sich nach unten ( Linie ② )

oder verläuft der weitere Kurs in einer Range, um sich zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden, wo es hingehen soll?

Du möchtest also in den Markt eintreten, wenn der Kurs die Preisschwelle bei P nach oben durchbricht und damit seine Aufwärtsbewegung fortsetzt.

In diesem Fall übermittelst du deinem Broker eine Stop Buy Order mit dem Stopwert P.

Genau die gleiche, aber spiegelverkehrte Situation läge vor, befindet sich der Kurs in einem Abwärtstrend und du möchtest eine Short-Position eröffnen. Du würdest dann eine Stop Sell Order verwenden und in dieser Order einen Stopwert übermitteln, der unterschritten werden muss, damit die Order zur Ausführung kommt.

Aber welche Schwierigkeiten können auftreten?

Eine Stop Order wird nur ausgeführt, wenn die Schwelle nach oben (Stop Buy Order – Longtrade) bzw. nach unten (Stop Sell Order – Shorttrade) durchbrochen wird.

In diesen Fällen aber wird sie wie eine Market Order zum nächsten Preis ausgeführt.

Was aber, wenn der nächste entstehende Preis sehr ungünstig für dich ist? Dies kann durchaus in extrem volatilen Märkten ODER in Märkten, die sehr illiquide sind, passieren. Diese Märkte eröffnen häufig, besonders nach den Wochenenden oder nach Feiertagen mit großen GAPS. Und das kann dazu führen, dass du einen viel zu hohen Preis zahlst, der dein Risikomanagement total über den Haufen wirft!

Beispiel für einen illiquiden Markt: Lumber.

Illiquider Markt (Lumber) der den Einsatz der Limit Order begünstigt

 

Hier können z.T. extreme Gaps auftreten, die in ungünstigem Fall zu einem viel zu hohen Einstiegskurs führen und deinem Risikomanagement zuwider laufen.

Wie kannst dich nun davor schützen?

Die Limit Order

Im Grunde ist die Limit Order mit einer Stop Order vergleichbar. Auch hier übermittelst du deinem Broker einen Schwellenwert, den sog. Limit-Preis. Aber hier handelt es sich nicht um eine Schwelle, deren Überschreiten eine Order auslöst, sondern im Gegenteil eine Grenze, bis zu der die Order gültig ist.

Wird dieser Limitpreis überschritten, verliert die Buy-Order ihre Gültigkeit. Das umgekehrte ist für die Sell-Order der Fall: wird das Limit unterschritten, wird sie nicht mehr ausgeführt.

Mit der Kombination aus Stop- und Limit Order lässt sich nun also eine Preisrange festlegen, innerhalb derer die Order Gültigkeit besitzt.

Diese Stop-Limit – Order wird deinem Broker also übermittelt, indem du ihm zwei Preise mitteilst, den Stop- und den Limit-Preis. Im Beispiel der TraderWorkstation sähe das so aus:

Limit Order in der Trader Workstation erfassen

 

Wir geben im Lumber eine Verkaufsorder auf, erfasst wird der Stop (STP) und der Limit (LMT) Wert. Wir achten wieder darauf, die Order als GTC (Good Till Canveled) zu erfassen, um zu verhindern, dass sie zum Börsenschluss aus dem Markt genommen wird.

Einsatz der Limit Order

Die Limit Order findet vor allem in zwei Fällen Verwendung:

  1. Wie soeben erläutert, wird in sie in Verbindung mit einer Stop Order eingesetzt, um in volatilen oder illiquiden Märkten eine Preisrange festzusetzen, innerhalb derer eine Order Gültigkeit hat.

    Hier ein schematischer Überblick über den Einsatz der Stop Limit Order (annahme ist jeweils, der aktuelle Kurs steht bei 100.0).

    ► Der Kurs steht also derzeitig bei 100 und wir wollen ab 120 long gehen, dabei allerdings maximal 140 bezahlen. Oder aber wir wollen auf der Short-Seite ab 80 in den Markt gehen aber nicht unter dem Kurs von 60.

Übersicht Stop Limit Order

 

2. Ein anderer Verwendungszweck ist die Bestimmung eines Handelsziels. Die Limit Order dient der Glattstellung der Position und der Gewinnmitnahme bei Erreichung des Schwellenwertes.

 

Eine Limit Order ist für uns ausschließlich auf der Kaufseite und als Kursziel interessant. Eine Verlustbegrenzung sollte für uns besser kein Limit haben, denn wir sind darauf angewiesen, dass die Order in jedem Fall ausgeführt wird und nicht erst zu unserem Wunschkurs.

Aber grundsätzlich wäre auch ein Stop Loss – Limit möglich. Wer z.B. eine Aktie handelt oder ein anderes nicht gehebeltes Finanzprodukt, mag durchaus einen Vorteil in einem Stop Loss Limit sehen. Gerade Großanleger würden mit einer unlimitierten Verkaufsorder ihren eigenen Verkaufspreis durch das große Angebot nach unten drücken. Da macht dann ein Limit absolut Sinn.

Ausblick

Die Market Order, die Stop Order und die Limit Order sind die drei grundlegenden Ordertypen, deren Bedeutung und Korrekter Einsatz für dein Trading “überlebensnotwendig” sind. Eine Kombination dieser Ordertypen ist deine erste Pflichtübung, wenn du einen Trade eröffnest.

Folgende Angaben müssen zur Routine werden:

  1. Entrylevel: Stop oder Stop-Limit Order
  2. Absicherung: “Stop-Loss”: Stop Order
  3. Tradingziel (“Target”): Limit Order

Wie zu Beginn des ersten Kapitels dieser Reihe erwähnt, finden sich nach viele weitere Ordertypen in der Literatur. Bei diesen Typen handelt es sich jedoch lediglich um Abwandlungen bzw. speziellen Kombinationen und Einsatzformen dieser drei grundlegenden Ordertypen (verbunden mit exotischen Namen).

Im nächsten und letzten Video dieser Reihe werde ich dir ein paar davon vorstellen. Bleib dran und versäume keine Folge unserer Trading-Grundausbildung!

 

 


 

Hast du Fragen oder Anregungen, dann schreibe mir bitte einen Kommentar.

Ich wünsche dir eine schöne Woche, beste Grüße

 

 

 

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